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Hier finden Sie Tools und Checklisten zu Ihrer Verwendung

Checkliste Kraftstoffeffizienz im Fuhrpark

  • Fahrzeugklasse: Wählen Sie bei der Anschaffung die kleinstmögliche Fahrzeuggröße. Im Lieferverkehr können im Einzelfall größere Fahrzeuge sinnvoll sein, wenn dadurch Touren zusammengefasst werden können. Prüfen Sie im Stadt- und Regionalverkehr die Option Erdgasfahrzeug.
  • Fahrzeugeffizienz: Wählen Sie innerhalb der erforderlichen Fahrzeugklasse effiziente Modelle auf der Grundlage der ausgewiesenen CO2-Emissionen. Empfohlene Maximalwerte:
    • Mini/Kleinwagen        120 g/km
    • Kompaktwagen         140 g/km
    • Mittelklasse              160 g/km
    • obere Mittelklasse     200 g/km
    • Oberklasse               270 g/km
    • Geländewagen          210 g/km
    • Vans                        150 g/km
    • Transporter bis 3,5t   250 g/km
  • Leichtlauföle  vermindern die Reibung im Motor. Die höheren Kosten von Leichtlaufölen (SAE-Viskositätsklassen 0W30 und 5W30) werden überkompensiert durch längere Ölwechselintervalle und Kraftstoffeinsparung zwischen 3-6%.
  • Leichtreifen  verringern den Rollwiederstand. Etwa 30% des Kraftstoffverbrauchs sind erforderlich um den Rollwiederstand zu überwinden. Qualtitativ vergleichbare Leichtlaufreifen sind nicht teurer und ebenso sicher wie herkömmliche Reifen. Das Einsparpotential liegt zwischen 2-5%.
  • Kontrolle des Reifendrucks:   Optimaler Reifendruck reduziert Kraftstoffverbrauch. Ermitteln Sie das optimale Intervall für die Prüfung des Reifendrucks. Am besten beginnen sie mit einer wöchentlichen Kontrolle. Je nach Nutzungsmuster lässt sich das Intervall auch auf 10-30 Tage verlängern. Achten Sie auf einen Reifendruck, der dem oberen Wert der vom Fahrzeughersteller angegeben entspricht. Sie sorgen so für eine Kraftstoffersparnis von bis zu 5% und erhöhen zudem die Fahrsicherheit.
  • Monitoring des Kraftstoffverbrauchs:  Erfassen Sie den Kraftstoffverbrauch in sinnvollen Zeiteinheiten (Monatlich/Wöchentlich) um Ist-Zustand, Potenziale und Verbesserungen zu erfassen, möglichst auch fahrerbezogen. Manuelle Erfassung kann über Tachostände, Quittungen und Fahrtenbücher erfolgen, automatisiert über Tankkarten, Bordcomputer oder Funkmeldesysteme.
  • Fahrerschulung:  Je nach Fahrweise kann sich der Kraftstoffverbrauch bei vergleichbaren Bedingungen um bis zu 30% unterscheiden. Professionelle Fahrerschulungen (1/2-1tägig) vermitteln in Theorie und Praxis sichere, effiziente und sparsame Fahrweise. Fahrerschulungen leisten auch einen Beitrag zur Senkung von Unfällen, Versicherungsbeiträgen und Wartungsbedarf. Mit einer systematischen Fahrerschulung lassen sich im Flottendurchschnitt 10-20% Minderung des Kraftstoffverbrauchs erreichen.
  • Feedback-/Incentivesysteme  Legen Sie Zielgrößen für Kraftstoffverbrauch fest und melden Sie den Fahrern die Zielerreichung zurück. Ideal sind Incentivesysteme, die Fahrer an der Kostenersparnis beteiligen. Diese können auf den einzelnen Fahrer zugeschnitten sein, bezogen auf die Ziele von Gruppen haben sie den Vorteil, dass gegenseitige Motivation und wechselseitige Kontrolle unter den Fahrerinnen zu besserer Zielerreichung beiträgt. Feedback- und Incentivesysteme sind wesentlich, um die Effekte von Fahrerschulung langfristig wirksam zu halten.
  • Klimanlagen/Standheizungen Ein sparsamer Gebrauch der Klimaanlagen trägt zur Kraftstoffersparnis bei. Der Einsatz von Standheizungen hingegen kann hingegen den Spritverbrauch im Winter auch senken, wenn Fahrzeuge draussen geparkt werden, da beim Kaltstart ein geringerer Verschleiss erfolgt.

Ausführliche Informationen und eine Vielzahl von Beispielen und weiterführenden Links finden Sie im Leitfaden "Umweltorientierte Beschaffung von Fahrzeugen"